UniSolar Dresden, das sind Studierende und Doktoranden der TU Dresden aus verschiedenen Fachrichtungen, die sich für nachhaltige Formen der Energiegewinnung interessieren. Als Arbeitsgemeinschaft der Hochschulgruppe „TU-Umweltinitiative“ engagieren wir uns seit 2008 für die Realisierung einer Photovoltaikanlage auf dem Campus der TU Dresden. Nachdem im Jahr 2010 ersatzweise bereits eine erste Anlage auf dem Dach der Laborschule des Omse e. V. in Dresden-Gorbitz in Betrieb genommen wurde, liegt der Fokus seitdem auf der Verwirklichung des ursprünglich gesteckten Ziels.

Nachfolgend stellen sich die Mitglieder von UniSolar Dresden vor:

Christoph — unser alter Hase

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Die Überschrift lässt bereits vermuten: das Thema UniSolar beschäftigt mich schon seit längerer Zeit. Nach dem Beginn meines Studiums des Verkehrsingenieurwesens an der TU Dresden wollte ich mich im Bereich Umweltschutz engagieren und bin zur TU-Umweltinitiative (TUUWI) gekommen. Von dort war der Schritt zu UniSolar Dresden, einer Initaitive, die sich aus Mitgliedern der TUUWI und der Studentenstiftung Dresden bildete, nicht weit. Rein spendenbasiert wurde im Dezember 2010 die erste UniSolar-Anlage auf einem Gebäude der Laborschule des Omse e. V. in Dresden-Gorbitz eröffnet. UniSolar hatte damit zwar einen Erfolg zu verbuchen. Das eigentliche Ziel, eine Solaranlage auf dem TU-Campus, wurde jedoch noch nicht erreicht. Dies war die Motivation für mich, UniSolar 2.0 ins Leben zu rufen. Und als “alter Hase” bringe ich seitdem die Erfahrungen und Kontakte des ersten Projektes ein und kümmere mich um die vielfältigen Abstimmungen zwischen den zahlreichen Beteiligten. Und wenn ich nicht gerade versuche, mit UniSolar die Welt zu verbessern, dann versuche ich das gleiche mit meiner Dissertation auf dem Gebiet der Leit- und Sicherungstechnik.

Barbara – die Neue

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Gerade noch rechtzeitig, zur heißen Endphase von UniSolar, bin ich auf das Projekt aufmerksam geworden und dachte mir sofort, dass man diese Sache unterstützen muss! Ich studiere seit zwei Jahren „Regenerative Energiesysteme“ an der TUD, weil für mich die Umstellung auf erneuerbare Energien zu den wichtigsten Aufgaben gehört, die wir auf dieser Welt so zu bewältigen haben. Während ich mich langsam bei UniSolar einarbeite, staune ich immer wieder, wie viele Akteure an der Organisation, Planung und Genehmigung für die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage beteiligt sind. Ich selbst beteilige mich nun vor allem beim Marketing, damit wir für das Gelingen von UniSolar möglichst viele begeisterte Investoren zusammen kriegen.

Markus — unser Excel-Fetischist

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Seit der Physik AG in der Schule und Projekten für Jugend Forscht fasziniert mich die Fotovoltaik. Darauf folgten das Studium der Elektrotechnik und seit 2011 meine Beteiligung an UniSolar als nächste logische Schritte. Die ca. sechs Stunden, die ich wöchentlich in UniSolar2.0 investiere, empfinde ich vor allem dank der nicht-technischen Aspekte aus Projektmanagement, BWL und Recht als interessante Bereicherung. Wegen meines kleinen Sonnenscheins Elias bin ich zum Frühaufsteher geworden und schreibe oft schon morgens halb 5, wenn die Familie noch schläft, an einem Newsletter oder gehe an der Wirtschaftlichkeitsberechnung, der Auswertung unserer Umfrage u. ä. meinem “Fetisch” nach ;-). Ach ja… und meine Promotion zu Hydrogelsensoren darf bei alledem natürlich auch nicht zu kurz kommen. Zum Schluss werden dann die allerletzten Lücken im Terminkalender noch mit Radfahren oder Wandern gestopft…

Carsten — unser TUUWI-V-Mann

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Ich bin in der Startphase von UniSolar2.0 zum Projektteam dazugestoßen und habe von Beginn an viele Möglichkeiten gesehen mich konstruktiv einzubringen. Mit der Zeit bin ich dann auch immer mehr in der TU-Umweltinitiative (TUUWI) aktiv geworden, von der UniSolar eine AG ist. Deshalb kommt mir die Rolle des Vernetzers zu – etwa wenn es um die Präsenz auf TUUWI-Veranstaltungen um die Verwendung von Finanzmitteln oder um die Schlüssel für “unser” Räume geht. Ansonsten bin ich mit meiner Promotion im Bereich der Regelungs- theorie, mit ein bisschen Sport und der Organisation eines Pythonkurses ziemlich gut ausgelastet.

Kaspar

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Moin! Auch wenn ich als Hamburger Jung von Natur aus eher eine steife Briese und Regen gewöhnt bin, mach’ ich mich für die Solarenergie stark. Man will dann halt doch immer das, was man nicht haben kann. Hier in Dresden habt ihr es zum Glück! Angefangen mit einer kleinen Anlage auf dem Schuldach in Hamburg, über ein Jahr Praxis als Installateur in Nicaragua und Indien, hat’s mich jetzt nach Dresden in den Studiengang für Regenerative Energiesysteme verschlagen. Und natürlich gleich mit zu UniSolar. Hier doktore ich jetzt seit knapp 2 Semestern mit herum und freue mich, dass es so langsam auf die Zielgerade geht. Wenn ich sonst noch freie Zeit neben dem Studium finde, erkunde ich mit meinem Motorrad das schöne Dresdener Umland oder schieße mal wieder viel zu viele Bilder.

Phillip

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Wie in jedem Team gibt es natürlich auch bei UniSolar2.0 jemanden, der sich in der Freizeit hauptsächlich dem Sport widmet. Vielleicht kann man auch so erklären wie ich zur Gruppe gestoßen bin. Denn dem Sport verbunden bedeutet der Natur verbunden. Daraus hat sich bei mir ein Umweltbewusstsein entwickelt, das mich, in Verbindung mit meinem Studium Wirtschaftsingenieurswesen, zu einem Fan der regenerativen Energien gemacht hat. Seit meinem kurzen Ausflug ins Studium der Regenerativen Energiesysteme 2011 mache ich bei UniSolar mit. Wenn mein Freizeitstress es zulässt schreibe ich an Newslettern, kümmere mich um unsere Präsenz in sozialen Netzwerken oder beteilige mich an anderen Marketingaktionen.

Paul — unser Außendienstmitarbeiter auf Welt-Tournee

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Ich war im Studium tatsächlich etwas “auf Welt-Tournee” (schöner Titel, Stefan!), mit Dresden als Basis (Internationale Beziehungen, B.A.). Stationen: Auslandssemester an der Renmin University in Peking. Dort hat mich wegen der massiven Umweltprobleme tatsächlich mit am meisten gestört, dass es damals (2009) zwar viele studentische Umweltinitiativen gab, diese aber hauptsächlich Greenwashing und Müllsammel-Aktionen betrieben haben, anstatt an wirkungsvollen Projekten (wie etwa UniSolar) zu arbeiten. Solche Umweltinitiativen formieren sich dort aber zum Glück gerade zunehmend, nicht zuletzt dank weltweiter Initiativen wie 350.org. Nächste Stationen: Energiewirtschaftsstudium (“M.A. in Law and Diplomacy”) an der Fletcher School, Tufts University, in Boston. Zwischenstops als Praktikant zu energie- und klimapolitischen Themen in den Vereinten Nationen (für den pazifischen Inselstaat Nauru) und die EU-Kommission (in China), sowie in Algerien, Brasilien und der Mongolei. Zuletzt (2012) kurze Pause wiederum in Dresden im 1. Semester des Studiengangs Regenerative Energiesystem (zusammen mit Kaspar). Aber leider nur bis ich gemerkt habe, dass so ein Studium mindestens 5 Jahre dauern würde. Aktuell Pendelei zwischen St Gallen (Promotion am Lehrstuhl für Management Erneuerbarer Energien) und Berlin (Arbeit bei crowdEner.gy, wo wir deutsche oder internationale Erneuerbare Energien-Projekte wie UniSolar als Energiegenossenschaft strukturieren und über Crowdfunding finanzieren). Nächste Stationen – unbekannt.

Stefan — unser PR-Profi

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Nach dem Studium der Informationssystemtechnik promovierte ich am Institut für Automatisierungstechnik. Auf einer Anti-Atom-Demo lernte ich vor zwei Jahren noch als Doktorand Carsten und damit das Projekt UniSolar kennen. Ich war begeistert, denn schon immer wollte ich einen Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz leisten. Seitdem bin ich Mitglied bei UniSolar und überwiegend im Bereich Öffentlichkeitsarbeit tätig. Viele Newsletter, die ihr hoffentlich mögt, sind u.a. durch meine Feder entstanden. Auch als Firmengründer investiere ich einen Großteil meiner Freizeit in UniSolar. Nicht zuletzt geht das auf das Konto des tollen UniSolar-Teams und der vielen kreativen Treffen, produktiven Diskussionen und eurer beeindruckenden Resonanz auf unsere Arbeit.