„Wir machen einfach weiter“ – Zurück auf der Bühne seit den 2010ern


Die tuuwi gewinnt ab 2010 langsam wieder an Fahrt – und das gleich mit einer Reihe von kreativen Ideen und Projekten. Mit dem Klimafestival der Mensa Universale und der ersten Solaranlage von UniSolar werden sowohl Bildungsarbeit als auch praktische Lösungen sichtbar vorangetrieben. 2011 folgt mit Ulf 2.0 ein Update eines mittlerweile ikonischen Formats, bevor 2012 mit der Gründung des tuuwi-Gartens ein Ort entsteht, der zunächst klein beginnt, aber langfristig zu einem festen Bestandteil der tuuwi und des Campuslebens heranwächst. Und auch der Humor kommt nicht zu kurz: Mit dem CaptioSolutions-Fake-Stand (in Anlehnung an Bonding-Berufsmesse) zeigt sich, dass studentisches Engagement auch Raum für kleine Seitenhiebe lässt.

Insgesamt eine Phase, in der die tuuwi Schritt für Schritt wieder an Sichtbarkeit, Kreativität und Selbstbewusstsein gewinnt.

Steckbriefe von damals Aktiven finden sich weiter unten und bieten einen ganz besonderen Einblick in die tuuwi.


(noch mehr) Steckbriefe:

Anabel damals beim “Fake-Bonding-Stand”

Anabel Göhler

Aktive Zeit: 01/2014 – 03/2015
Tätigkeit: Tuuwi-Garten (Erweiterung) und GF // heute: Outdoor-Teamtrainerin, Coach und
Umweltpädagogin

Wie hast du zur tuuwi gefunden und warum bist du geblieben?
Keine Ahnung, wie ich darauf aufmerksam geworden bin. Geblieben bin ich, weil die Menschen inspirierend und herzlich waren und coole Dinge bewegt haben. Freiraum eigene Ideen rauszugeben und weiterzuentwickeln oder bei bestehenden Projekte mitzuwirken.

Welche Erfahrung oder Aktion von deiner Zeit bei der tuuwi wird dir für immer
in Erinnerung bleiben?
Die Kooperation(en) zum Aktionstag FairFashion zur Primark-Eröffnung, Plena, Tuuwi-Höcks, die Power und auch Herausforderungen mit Menschen im Ehrenamt Dinge zu wuppen. So unterschiedliche Charaktere und Perspektiven auf Nachhaltigkeit und adäquate Handlungen so vielfältig sein zu lassen und gleichzeitig soweit überein zu bringen, dass Projekte auch Realität werden.

Wie blickst du heute auf dein Engagement bei der tuuwi zurück?
Super dankbar für all die Erfahrungen, Menschen, Begegnungen und das Gelernte. Ich bin für meinen Master nach Dresden gekommen und rückblickend habe ich das meiste & sinnvollste im Engagement für die Tuuwi gelernt. Der Master an sich war leer, aber hat mir das Engagement ermöglicht.

Was hast du in der tuuwi gelernt, was du noch heute anwendest?
Moderation ;). Entscheidungsprozesse in Gruppen und die Aufmerksamkeit dafür, dass Rang immer präsent ist, auch in wohlwollenden Settings. Dass Brennesseljauche nach mehreren Monaten extrem stinkt und nicht gut vor Bürofenstern zu lagern ist.

Anabel heute

Würdest du heute bei Aktionen etwas anders machen als damals?
Nein, weil ich die Experimentierfreudigkeit und Vielfalt total inspirierend fand und damit auch verschiedene Menschen angesprochen/erreicht wurden – sowohl als Zielgruppe der Aktionen als auch wer gerne bei welcher Art von Aktion mitwirkt.
Ja, weil ich für mich dazu gelernt habe, dass „Menschen vor den Kopf stoßen“ meist nicht gerade Offenheit und Bereitschaft für neue Perspektiven ermöglicht. → So
schön/witzig/zusammenschweißend krass auf „Anti-“ angelegte Aktionen sein können, sie vergrößern die Distanz zu Menschen, die nicht eh schon pro das Thema sind. (Was nicht per se schlecht sein muss, aber es lohnt sich zu prüfen, was eine Aktion bezwecken soll.)

Janna Rückert

Aktive Zeit: Ende 2012-2018

Janna damals

Tätigkeit: URV Koordination, Mitglied in der Kommission Umwelt, und was noch so anfiel 🙂

Wie hast du zur tuuwi gefunden und warum bist du geblieben?
Zur tuuwi habe ich gefunden über die Homepage und weil ich in meinem ersten Semester an der Uni eine Guppe gesucht habe, mit der ich mich für Umweltschutz engagieren kann. Geblieben bin ich wegen der fantastischen Leute, die ich dort kennenlernen durfte!

Welche Erfahrung oder Aktion von deiner Zeit bei der tuuwi wird dir für immer in Erinnerung bleiben?
So, so vieles! Tolle Aktionen waren z.B. der Bau der Bücherzelle oder die Aktion auf der Bonding-Messe. Vor allem aber wird mir die Erfahrung bleiben, wie es ist sich gemeinsam für etwas einzusetzen, zu hoffen, damit die Welt (oder wenigstens einen winzigen Teil davon) zu verbessern und dabei Freundschaften zu schließen, die bis heute mein Leben bereichern!

Janna heute

Wie blickst du heute auf dein Engagement bei der tuuwi zurück?
Ich bin sehr dankbar für die Zeit: ich habe sehr viel dabei gelernt, allein, wie man in Gruppen kommuniziert oder Veranstaltungen plant. Mein Studium in Dresden wurde ungemein geprägt von der Zeit in der tuuwi und mit vielen Leuten von damals bin ich bis heute eng befreundet!

Was wünscht du der tuuwi für die nächsten Jahre?
Das weiterhin viele engagierte Menschen in der tuuwi zusammenkommen, gemeinsam Ziele finden und zuversichtlich bleiben!