Stell dir vor, der Campus an der TU Dresden wäre autofrei. Anstatt der Parkplätze säumen kleine UrbanGardening-Projekte die Straßen, neugepflanzten Bäume bieten schattige Plätzchen, ruhige begrünte Ecken laden zur Lernpause ein, die Bergstraße und der Zellesche Weg wurden in Radschnellwege umgewandelt. Was in Dresden nach Utopie klingt, haben andere Universitäten bereits umgesetzt. Und nicht nur das: In Paris, London oder Madrid werden ganze Innenstädte in autofreie Zonen umgewandelt.

Autofreiheit – ein Wort, das auch in Dresden immer wieder heiß diskutiert wird. So soll die Dresdner Neustadt im Mai nächsten Jahres voraussichtlich als Modellprojekt dienen: Unter dem Titel Woche des guten Lebens wollen Bürger*innen das Szeneviertel für sieben Tage in eine fast autofreie Zone umgestalten. Doch was heißt das eigentlich genau – autofrei – und wie viel hat es tatsächlich mit dem guten Leben gemeinsam? Was bedeutet solch eine Umgestaltung für Geschäfte, Restaurants, Bildungsstätten? Welche Potenziale und Benachteiligungen entstehen für Anwohner*innen, Gewerbetreibende oder Tourist*innen? Wie kommen mobilitätseingeschränkte Menschen trotzdem von A nach B? Und wird in einem autofreien Stadtteil überhaupt der Müll entsorgt?

Ist es dann wirklich grüner, stiller, kinderfreundlicher und lebenswerter? Und wenn so die Stadt der Zukunft aussehen soll, wie kann eine Verkehrswende umgesetzt werden?

Innerhalb von zwei Projekttagen versuchen wir herauszufinden, welchen Fragen wir uns für ein autofreies Dresden stellen müssen. Dabei richten wir unsere Aufmerksamkeit besonders auf zwei Stadtgebiete: Die Dresdner Neustadt und den Campus der TU Dresden. Wir wollen mit Expert*innen ins Gespräch kommen, Träumereien mit Wirklichkeiten verbinden und uns Problemen der Verkehrsberuhigung stellen. Mittels Diskussionsrunden, Stadtspielen und Spaziergängen werden wir so der Frage näherkommen: Autofreiheit in Dresden – wenn nicht jetzt, wann dann?

27.11.20 von 16:45 Uhr bis 19:45 Uhr
28.11.20 von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr

Ort folgt!

Die Teilnahme ist auf 15 Personen beschränkt. Bitte schreibt euch auf OPAL ein, wenn ihr teilnehmen möchtet (aber auch nur, wenn ihr wirklich teilnehmen möchtet). Wir sind im Moment nicht sicher, ob die Veranstaltung (wie eigentlich angedacht) in Präsenz stattfinden kann. Falls sie online stattfindet, werden natürlich weitere Plätze frei. Schreibt euch also gerne in die Warteliste ein.

>>Link zum OPAL-Kurs<< (Anleitung für Menschen ohne OPAL-Zugang)

Hinweis zur Anrechnung:
Für diesen Projekttag kann im Rahmen des studium generale der TU Dresden ein Teilnahmenachweis im Umfang von 1 ECTS erworben werden. Bitte prüft individuell, ob und wie ihr das in eurem Studiengang anrechnen lassen könnt.

Bildquelle: Norddeutsche Energiewende 4.0 (https://new4-0.erneuerbare-energien-hamburg.de/de/new-40-blog/details/was-bedeutet-die-verkehrswende-fuer-schleswig-holstein-eksh-veroeffentlicht-delphi-umfrage.html)