Werdet wach! – wie Europa Hilfesuchende verkommen lässt.

In Vergessenheit geraten, als Normalität abgestempelt, die Augen verschlossen, Unwissenheit und Willenslosigkeit – der Umgang der Menschheit, speziell der Regierungen mit den Hilfssuchenden auf der Flucht und aktuell hauptsächlich den Geflüchteten in Griechenland ist eine humanitäre Katastrophe.

Die „Lebensumstände“ in den Flüchtlingscamps sind inakzeptabel. In den insgesamt fünf Aufnahmezentren hoffen aktuell um die 40.000 Menschen auf eine Zukunft. Diese Zentren sind gerade einmal für 6.000 Personen ausgelegt. Mehr als ein Drittel von den Geflüchteten sind Kinder.
Eines der Camps ist in Moria auf Lesbos. Dort verkommen zurzeit etwa 20.000 Menschen auch deshalb, weil das Lager nur für 2.800 Menschen ausgelegt ist. Der Alltag vor Ort ist von allgegenwärtiger Gewalt, selbstgebauten „Hütten“ aus Plastikplanen und Holz, unzureichender Lebensmittelversorgung, Wasser und Hygieneeinrichtungen geprägt. Auf der Suche nach Hilfe und einem nicht von Angst geprägtem Leben landen sie hier, an einem Ort der, wenn auch aus einem anderen Grund, keine wirkliche Verbesserung der Lebensqualität bietet [1].

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Grundsätzliche Positionierung der tuuwi zu Klimaprotesten an der TUD und darüber hinaus

Fridays for Future | Dresden | 15.03.2019

Klimaschutz ist eine Menschheitsherausforderung (Zitat Bundeskanzlerin Sept. 2019). Gleichzeitig liefert eine ehrliche und wissenschaftlich fundierte Bestandsaufnahme der aktuellen und geplanten Klimaschutzmaßnahmen auf nationaler und auch auf lokaler Ebene das Ergebnis “ungenügend”. Diese Diskrepanz zwischen Wissen und Handeln hat neben klassischen Interessenkonflikten u.a. strukturelle Gründe: Die einzelnen Akteur:innen (Behörden, Unternehmen, Hochschulen, …) sind in Strukturen eingebunden, die durch (scheinbare) Sachzwänge den Handlungsspielraum zum Klimaschutz stark begrenzen.

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Podcast: Jens Hausner zum Leben am Tagebau – Widerstand und Perspektiven in Pödelwitz

Trailer

Interview

Fragerunde

Jens Hausner lebt in Pödelwitz – einem Ort, der seit vielen Jahren auf der Liste der noch abzubaggernden Orte steht. Die meisten von den ehemals 150 Menschen haben den Kampf um den Ort bereits aufgegeben.

Aber 30 leben noch direkt an der Abbruchkante und versuchen darauf aufmerksam zu machen, dass mit dem Abbaggern das Zuhause von vielen Menschen und ein 700 Jahre altes Dorf mit einer fast ebenso alten Kirche verschwinden würden.

Seit 2018 wird von einigen verbliebenen Einwohnern/innen und Menschen der Klimabewegung das “Klimacamp im Leipziger Land” organisiert. Es treffen sich über 1000 Interessierte, Engagierte und Aktivistis, um darüber nachzudenken, wie eine Welt ohne Tagebaue und ohne Kohle aussehen könnte.

Gemeinsam mit Jens Hausner, Sprecher der Bürgerinitiative “Pro Pödelwitz“, blicken wir auf die vergangenen Jahre. Was hat der Widerstand verändert? Wie lebt es sich in einem Dorf, wo die meisten Menschen nicht mehr da sind? Welche Perspektiven ergeben sich für die Zukunft? Und welche Formen von Protest können etwas verändern?”