Umweltringvorlesungen im Wintersemester 18/19

Ein neues Semester beginnt. Und natürlich stehen wir mit neuen Umweltringvorlesungen und einem Projekttag für euch in den Startlöchern. Wir versüßen die kalte und dunkle Jahreszeit mit neuen Tipps für einen nachhaltigen Alltag und zeigen euch, wie eure (Um-)Weltbilder entstehen. Zusätzlich könnt ihr aktiv werden- in unserer Aktionswoche rund um Globalisierung und ihre Auswirkungen auf die Umwelt.

Bevor es Winter wird, starten wir mit einem sommerlichen Thema bei Teil 1 unseres Projekttages: Insekten, wilde Wiesen, warum und wie man ihnen mit dem richtigen (Sensen-)schwung helfen kann. Let´s sense am 26.Oktober!

Die Weihnachtszeit ist ruhig, besinnlich und alles andere als nachhaltig. Erhöhter Stromverbrauch, Süßigkeiten im Überfluss und jede Menge Einkäufe für das Konsum-Event des Jahres. Feste feiern geht aber auch anders. Unsere Vorlesung NOCHMAL KURZ DIE WELT RETTEN? – Nachhaltiger Alltag (II) nimmt euch zum zweiten Mal mit auf den Weg zu einem nachhaltigeren Leben. Wie ist verantwortungsvoller Konsum möglich? Wie könnt ihr euch zukunftsorientiert ernähren? Welche Formen des Wohnens schonen die Umwelt? Diese und weitere Fragen gilt es in der Vorlesungsreihe zu beantworten. Denn Jede*r von uns kann durch einfache alltägliche Handlungen dazu beitragen, unsere Welt als lebenswerten Ort zu erhalten.

Ihr pflegt vielleicht schon einen umweltbewussten Lebensstil oder wollt euch dahin entwickeln? Dann spielt auch euer Weltbild eine Rolle. Die Vorlesung (UM)WELTBILDER – Weltansichten, Werte und Wirklichkeiten in Zusammenarbeit mit dem Institut Integrale nimmt die Entstehung und Beeinflussung von Weltbildern unter die Lupe, zeigt Verflechtungen mit unterschiedlichen Gesellschaftsbereichen auf und klärt, welche Bedeutung unsere Weltbilder für Umwelt und Natur haben.

Schließlich haben wir noch ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk für euch: eine ganze Woche voller Action im November. Ab 19. November erwarten euch spannende Vorträge, Stadtrundgänge, Filme und vieles mehr zu Globalisierung und Umweltfolgen.

DAS WAR NOCH NICHT MOTIVATION GENUG?
Wen der Wissensdurst allein noch nicht auf die Beine bringt, sei hieran erinnert:
Für die Teilnahme an einer Umweltringvorlesung erhaltet ihr bis zu 3CPs, die ihr euch in fast allen Studiengängen anrechnen lassen könnt. Schaut über den Tellerrand hinaus und trefft Studierende aus anderen Studiengängen. Und immer dran denken: „Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist. Es wär nur deine Schuld, wenn sie so bleibt.“1

Die Infos in Kürze:

Für alle Superheld*Innen: NOCHMAL KURZ DIE WELT RETTEN? – Nachhaltiger Alltag (II)
immer Mittwoch, 7. DS im HSZ 403

Für alle Weltversteher*innen: (UM)WELTBILDER – Weltansichten, Werte und Wirklichkeiten
immer Montag, 7.DS im HSZ 304

Für alle Action-Held*innen: Aktionswoche GLOBALISIERUNG UND UMWELTFOLGEN.
vom 19. bis 24.11.2018

Für alle, die im Sommer mit uns die Sensen schwingen wollen: Projekttag Insektenfreundliche Wiesen – Sensenworkshop Teil 1 am 26.10.2018

Das Programm und die Links zur Einschreibung im OPAL findet Ihr auf den Seiten der Veranstaltungen.

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[1] Die Ärzte (2004): Deine Schuld. Online im Internet: http://www.bademeister.com/v11/php/diskografie.php?tid=492&p=3&a=10&l=1113223596334&aid=62. (Stand: 28.9.2018).

Text: Theresa Zakrzewski

Vier Wände für die Gefiederten

Während auf der einen Straßenseite noch die Baumstümpfe hervorblitzen, welche als Zeugen der Abholzung geblieben sind, entstanden nun neue Herbergen für obdachlos gewordene Baumhöhlenbewohner: 10 Nistkästen für Blau- und Kohlmeisen.


Gemeinsam mit dem Dezernat 4 der TU Dresden hat die tuuwi im Februar die Kästen angebracht.
Doch auch für die Nischenbewohner wird es eng: Sanierungen nehmen Vögeln wie Haussperling, Hausrotschwanz oder Rotkehlchen ihre Niststandorte in Dachbereichen oder Mauerlücken. Vermehrt werden wertvolle Löcher in den Gebäuden verschlossen, so dass immer weniger Nistplätze zu finden sind. Also entstanden für die Nischenbrüter auch zwei neue Brutplätze in Form von Halbhöhlenkästen.
Eine Anbringung oberhalb von 3m gewährleistet eine Sicherung vor Katzen und Mardern. Außerdem zeigen die Kästen nach Osten und sind somit vor starker Witterung geschützt.

Jährlich werden die Kästen nun im Spätsommer gereinigt, so können wir hoffentlich schon dieses Jahr von mehreren Bruterfolgen berichten. Außerdem kann uns jeder gerne schreiben, der in den nächsten Monaten sachdienliche Hinweise auf Vogelnachwuchs in den neuen Nistkästen hat.

Wir haben übrigens mal nachgeforscht: Laut der bürgerwissenschaftlichen Seite ornitho.de (hier kann jede Vogelbeobachtung online gemeldet werden) haben mindestens 45 verschiedene Vogelarten in den letzten fünf Jahren auf dem Campus gebrütet. Das machen 2 verschiedene Arten auf einer Fläche von nur 3 Fußballfeldern.
Zwei Drittel der entdeckten Vogelarten (Höhlen- und Baumbrüter) sind außerdem auf einen alten Baumbestand angewiesen sind.   … Und wer uns dabei helfen möchte, die schönen und alten Baumbestand auf dem Campus zu schützen und auch Neupflanzungen voranzutreiben, kann sich gerne der AG Baum (baum[at]tuuwi.de) anschließen.

Euch allen also ein fröhliches tzie-da tzie-da tzie-da.

(Text und Bilder: Tabea Danke)

Filmabend: “Kommen Rührgeräte in den Himmel?”

  • Dienstag, 13. Juni 2017
  • Ort: K.I.K. (Kino im Kasten: Augustbebelstr. 20)
  • Zeit: 20.15 Uhr
  • kostenfrei

In welchem Verhältnis stehen wir zu unseren Erzeugnissen?
Und wie verändert sich diese Beziehung? Ist die innere Verbundenheit des Schöpfers mit seinem Werk die wesentliche Voraussetzung für ein gutes Produkt?
Wie gehen wir mit denen um, die unsere Gebrauchsgegenstände herstellen?
Und: ist es ethisch vertretbar, unseren Erzeugnissen das zu verweigern, was wir für uns selbst erhoffen – ein langes Leben?

Fragen? Antworten kannst du vielleicht im Kino finden!

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Bienen Bienen Bienen!

Sonntag, 9.Juli 2017 14-18 Uhr

Treff: Apfelgarten Strehlen (Ecke Zellscher Weg / Teplitzer Straße)

Viel viel Arbeit der Biene steckt in einem Glas Honig.

Doch was passiert eigentlich zwischen dem Sammeln von Nektar und Honigtau und dem fertigen Honigglas? Was steckt da eigentlich drin? Was macht Honig so wertvoll? Wir besuchen den Imker Tobias im Apfelgarten Strehlen und schauen uns seinen Bienenstock genauer an. Danach geht es über einige kleinere Umwege in den tuuwi Garten um dort kleine Wohnplätze für unsere lieben Insekten zu errichten.

Ablauf:

14:00 Uhr Besichtigung einer Bienenbeute, Imkergespräch Wo: Apfelgarten Strehlen, Adresse: Ecke Zellscher Weg / Teplitzer Straße

16:00 Uhr gemeinsamer Spaziergang zum tuuwi-Garten ( hinter der StuRa-Baracke, George-Bähr-Str. 1e)

16:30 Uhr Wildbienenherbergen bauen (leere Konservendosen bitte mitbringen), Honig verkosten, gemeinsames Picknick im tuuwi-Garten

Bitte lange Kleidung tragen, auf Parfüms verzichten und Haare mit Zopf oder Tuch zurückbinden. Für ein kleines Picknick ist gesorgt, doch bringt gern noch etwas von zu Hause mit. .-)

Dresden: wohin mit all dem Müll?

Exkursion zur Biologisch-Mechanischen Abfallaufbereitungsanlage Dresden

Habt ihr euch schon mal gefragt wohin eigentlich der viele Müll in den orangenen Dresdner Müllfahrzeugen verschwindet? Für den Restmüll der Landeshauptstadt können wir euch nun eine Antwort geben. Am 28.04. unternahm die Umweltkommission der TU einer Exkursion zur Biologisch-Mechanischen Abfallaufbereitungsanlage (BMA) auf dem Hammerweg im Stadtteil Hellerberge. Die BMA wird von einer Tochtergesellschaft der Stadtreinigung Dresden betrieben und verarbeitet seit ihrer Gründung 2001 pro Jahr ganze 85.000 Tonnen Restmüll aus dem Stadtgebiet Dresden. Der Bau kostete rund 21 Mio. € und derzeit sind 17 Mitarbeiter angestellt. Die BMA verwertet nur den Restmüll der Stadt- die Inhalte der anderen Mülltonnenarten werden in separaten Anlagen verarbeitet.

Circa 50 Müllautos jeden Tag liefern innerhalb weniger Stunden je 8-10 Tonnen Müll in der Anlage ab. photo: Theresa Zakrzewski

Als „Schließmuskel der Gesellschaft“ zielt die BMA darauf ab, den angelieferten Müll bestmöglich energetisch zu verwerten- in diesem Fall ihn zu verbrennen um die so frei gewordene Wärmeenergie ins Stromnetz einzuspeisen. Der Dresdner Restmüll besteht zu 41,5% aus organischem Material, weshalb diese Art der Energiegewinnung die effektivste darstellt. Weitere Bestandteile sind beispielsweise Kunst- und Verbundstoffe (13,7%) sowie Papier, Pappe und Kartonagen (10,3%) (Stand 2015). Die Dresdner Anlage übernimmt in diesem Prozess die Aufbereitung- die eigentliche Verbrennung findet hauptsächlich in Kraft- und Zementwerken statt.

Ein Kran befördert den angelieferten Müll zu einer Lucke (vorn links) durch die er auf Förderbändern zu den Rotteboxen gelangt. photo: Theresa Zakrzewski

Die Aufbereitung umfasst zwei Schritte: die biologische Behandlung und die mechanische Behandlung. Nach Ankunft des Restmülls in der Anlage wird er mithilfe eines Krans zum Vorzerkleinerer transportiert und von dort über einen zweiten Kran und Förderbänder zu sogenannten Rotteboxen (Maße: 30x5x5m). In diesen wird der Müll auf eine Temperatur von 50-55°C erwärmt und von unten mittels Ventilatoren durchlüftet. Unter diesen Bedingungen können die bereits im Müll enthaltenen Mikroorganismen mit ihrer Arbeit beginnen: Sie zersetzen die organischen Kohlenstoffe im Müll und entziehen ihm dabei Wasser (34% der eigentlichen Masse), welches durch das Belüftungssystem abgeführt wird. Nach circa 7 Tagen ist der Prozess abgeschlossen und das Material getrocknet. Es wird jetzt als „Mischstabilat“ bezeichnet.

Im zweiten Schritt wird der Müll mehrfach mechanisch sortiert. In einem ersten Durchgang der Dichtetrennung wird auf Luftherden das leichte („Leichtfraktion“) vom schweren („Schwerfraktion“) Material getrennt. Die Schwerfraktion (20% des ursprünglichen Mülls) durchläuft eine zweite Dichtetrennung in der Leichtgut und Staub herausgefiltert werden sowie die Metallabtrennung. Für Eisen werden hierbei Magneten eingesetzt, für alle Nicht-Eisen-Metalle eine Art Trommel mit einem dynamischen Magnetfeld. Was jetzt noch von der Schwerfraktion übrig bleibt nennt sich „Mineralische Fraktion“, und wird nicht verbrannt, sondern auf der Deponie direkt neben der BMA angelegt. Aus der Leichtfraktion wird ebenfalls das Metall abgetrennt. Hiernach heißt das Material „Trockenstabilat“ (50% des ursprünglichen Mülls). Dieses Trockenstabilat wird schließlich verbrannt (Heizwert von 13-16 MJ/kg) und dadurch zur Energiegewinnung eingesetzt.

Eine mögliche Form des transportfertigen Trockenstabilats. photo: Theresa Zakrzewski

Leider wird die Arbeit der Angestellten der BMA durch den falschen Umgang mit Müll erschwert: Besonders in den Müllgroßbehältern (Tonnen mit 1100 l Volumen) landen nicht nur Teppiche oder verschiedenste Elektronikgeräte sondern auch Sessel, Matratzen oder Kühlschränke. Alles was in die Tonnen passt wird hineingestopft, obwohl es zumeist auf den Wertstoffhof gehört. Auch Batterien oder Energiesparlampen gehören aufgrund ihrer Inhaltsstoffe auf keinen Fall in den Restmüll, landen aber immer wieder auf den Förderbändern der Aufbereitungsanlage. Dort können sie nicht vollständig herausgefiltert werden (im Fall der Energiesparlampen gar nicht), gelangen dadurch in das Trockenstabilat, werden verbrannt und die Giftstoffe als Gase in die Umwelt freigesetzt. Um solche ungewollten Nebeneffekte zu umgehen, orientiert ihr euch am besten an den Hinweisen direkt auf der Mülltonne. Zusätzlich hat die Stadt Dresden auf ihrer Homepage ein kleines Abfall-ABC eingerichtet (siehe unten stehender Link), in dem ihr alphabetisch sortiert nach Müll-Begriffen (zum Beispiel „Medikament“) suchen und alles Wichtige über deren Entsorgung erfahren könnt. Am besten ist es natürlich, wenn wir alle versuchen von vorn herein so wenig Müll wie möglich zu produzieren. Dann muss sich auch keiner um dessen Entsorgung kümmern.

Abfall-ABC der Stadt Dresden: https://www.dresden.de/de/stadtraum/umwelt/abfall-stadtreinigung/abfall-abc.php

Quellen:

Exkursion zur BMA am 28.04.2017

Homepage der Stadtreinigung Dresden: https://www.srdresden.de/ueber-uns/anlagen/ [Stand: 23.05.2017]

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Unusual Coffee Table: Science Café with TUD-UNU FLORES PhDs

Not all usual courses hold the chance to get in touch with research that tries to connect local and global phenomena. But that is highly necessary to understand the meaning and importance of studying at a university like TUD.

In the lecture series “7 Billion Chances” we opened up the room for discussion once again: By involving PhD students of the United Nations University/TUD and the audience of the course. And not in a frontal lecture but in a Science Café, a real atmosphere for conversation.

5 different tables, 5 different fields of research, 4 covered SDGs (e.g. Life on Land, Water) and 6 motivated PhD students! It was a chance to gain main insights in research and science as well as to have a discussion about all kinds of questions one can have about the disparity of global and local .

Thank you very much for having taken part!

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