Waldspaziergang mit Folgen – Ein Erfahrungsbericht aus Ottendorf-Okrilla

Ein bizarres Bild in Ottendorf-Okrilla : Kerzen und orangene Tücher neben gefällten Bäumen beim Día de los Árboles Muertos

Aufgeschrieben von Karlsson

Ein Totenschädel, orangegelbe Blumen und eine riesige Schneise im Wald – nicht gerade das, was man beim Sonntagsspaziergang durch den Wald erwartet, der sich zwischen Ottendorf-Okrilla und Würschnitz erstreckt. Etwa eine halbe Stunde fährt man mit dem Zug von Dresden nach Ottendorf-Okrilla. Während aller Augen sich zurecht auf den Dannenröder Wald in Hessen richten, der für den Bau einer Autobahn gerodet werden soll, wird direkt an der Türschwelle Dresdens still und heimlich ein weiterer Wald dem Erdboden gleich gemacht, in der Hoffnung, dass die kritische Öffentlichkeit es nicht mitbekommt. Dass der Wald keinen griffigen Namen hat wie der Hambi, der Danni, der Mauli oder der Herri, erweist sich dabei als ausgesprochen hilfreich, denn was man nicht benennen kann, darüber kann man auch nicht sprechen. Aber sprechen müssen wir darüber und zwar dringend. 

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GO TUD! Konzeptvorstellung Green Office vor der Kommission Umwelt

Der Pitch des Green Office bei der Sitzung der Kommission Umwelt am vergangenen Freitag, 06.11.

Wir und andere wollen ein Green Office an der TU Dresden schaffen. Wir orientieren uns an der europäischen Green-Office-Bewegung, aus der bisher schon über 50 dieser Nachhaltigkeitsbüros entstanden sind. Ein Green Office (im folgenden kurz GO genannt) ist eine zentrale, unabhängige Anlaufstelle, die Studierende, Wissenschaftler*innen, Mitarbeitende und andere Akteur*innen informiert, verbindet und dabei unterstützt, gemeinsam an Nachhaltigkeit zu arbeiten. Das Konzept für ein GO an der TU Dresden wird seit Anfang des Jahres von fünf Studierenden erarbeitet und zum Teil mit SHK-Geldern von der Gruppe Umweltschutz aus dem Dezernat 4 (“D4”) unterstützt. 

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Care about your body, care about your environment – Teil 2: Die gute, alte Seife

Seife selbst herstellen ist ganz einfach – und coronabewusst
Jetzt wo es langsam kälter wird, sind Saunagänge, heiße Duschen und Bäder Balsam für die Seele. Es wärmt den Körper von außen und von innen, körperlicher Stress fällt ab, Haut und Haar bleiben weich, geschmeidig und gesund. Gerade im Herbst und Winter weiß man intensive Körperpflege sehr zu schätzen. Dabei existiert heutzutage eine ganze Bandbreite von unterschiedlichsten Produkten, die uns dabei unterstützen: Duschbäder, Shampoos, Lotions, Peelings, Parfum, Kosmetika. Leider auch mit dabei: Umweltschädliche Inhaltsstoffe und eine ganze Menge Plastik – sei es Mikroplastik oder Verpackungsmaterial. Wie ihr das vermeiden und euren Körper trotzdem intensiv pflegen könnt: Darüber möchten wir in den nächsten Wochen berichten. Heute geht es um: Seife.

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Die tuuwi als ein Teil von Herz statt Hetze…

Mit Herz statt Hetze tritt die Dresdner Zivilgesellschaft zu einer großen Demo für eine offene und solidarische Gesellschaft ohne Rassismus ein. Auch wir als tuuwi wollen zeigen, dass Dresden kein Ort für rassistische, menschenverachtende Parolen, Gedanken und Taten ist. Ebenso wie unsere Rektorin Prof. Staudinger unterstützten wir die Veranstaltung um für Werte wie Internationalität, Menschenwürde und ein tolerantes Miteinander einzutreten.
Lest hier unser Rede nach…

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Palmöl – Kardinalproblem oder hochstilisierter Sündenbock? 

Ein Text von Florian Wendler, Illustrationen: Vitus Pacholleck, Peter Feistel

Palmöllose Alternativen gibt es mittlerweile en masse – sind Unternehmen und gewissenhafte Verbraucher*innen damit fein aus dem Schneider?

Für viele Menschen hat heute der Konsum von palmölhaltigen Produkten einen bitteren Beigeschmack. Palmöl gilt neben Soja als DER Regenwaldkiller schlechthin und die Liste der Probleme im konventionellen Anbau ist lang: Tropische Biotope müssen Monokulturen weichen, Tiere werden ihres Lebensraumes beraubt, Menschen arbeiten unter prekären Verhältnissen und ihre Rechte werden regelmäßig missachtet.  Doch wer trägt dafür letztendlich die Verantwortung und was kann ich als Einzelperson mit meinem (Konsum-)Verhalten dagegen tun? 

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Hoffnung in Dresden und Chaos in der Welt – ein Kommentar

Die Rhythms of Resistance. Wie so oft auch am vergangenen Montag vor dem Amtsgericht Dresden dabei, wo die Strafverfahren gegen die Hörsaalbesetzer*innen eingestellt wurden. Oder wie hier – im Januar 2019 bei der Aktion Kohlekubus.
Die Strafanträge gegen die Hörsaalbesetzer*innen vom November 2019 wurden fallen gelassen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen in Dresden aber auch der Welt, möchte ich mich an dieser Stelle erneut zu zivilem Ungehorsam und politischer Partizipation äußern. Dazu haben wir als tuuwi schon damals etwas in einem Statement gesagt. Dieser kritische Kommentar möchte sich vom besetzten Audimax entfernen und Entwicklungen dieses aufwühlenden Sommers (in einem aufwühlenden Jahr 2020) sowohl in Dresden, als auch global beschäftigen. Er gibt nicht den Konsens der gesamten tuuwi-Gruppierung wider. 

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